Gedächtnistraining leicht gemacht? Wörgl erlebte dazu am 23. Mai 2022 einen Tag der besonderen Art, denn einer der wohl erfolgreichsten Gedächtnistrainer Europas, Gregor Staub aus der Schweiz, stand den Wörgler Mittelschülern, den Lehrern aus den Schulen der Umgebung, sowie den Eltern und allen Interessierten in vier Veranstaltungen zu dieser Frage sehr unterhaltsam Rede und Antwort.

Die 2A nutzte die Gelegenheit, dass Gregor Staub zu Gast in Tirol ist und fuhr mit dem Rad nach Wörgl.

Gregor Staub mit den Kindern aus der 2A mit Daniel Aniser und Rosa Schnellrieder.

 

Mit dem Fahrrad starteten wir nach Wörgl.

Seit den 90iger Jahren hat er bereits mehrere tausend Vorträge abgehalten und konnte so hunderttausende Menschen schulen.

Was tun, wenn einen das Gedächtnis immer wieder mal im Stich lässt, wenn es schwer fällt sich Namen, Dinge und Fakten zu merken?

Gregor Staub ist sich sicher: „Jeder kann ein gutes Gedächtnis haben. Es kommt auf die richtige Methode an, mit der wir uns Fakten und Daten einprägen.“
Mit „Megamemory“ sorgte er bei den Kindern und später am Abend auch bei den Erwachsenen für viele verblüffende Aha-Effekte und erzeugte so bewundernden Zwischenapplaus. Die dabei aufgezeigten Techniken sind nicht neu, sie gehen auf die griechische Antike zurück. An Beispielen mit Vokabeln, Zahlenreihen, Formeln oder Namen, die mit Bildern verbunden werden, belegte er dies sehr eindrucksvoll. Das Publikum war zum Teil skeptisch, ob man sich in wenigen Minuten z.B. alle Länder des amerikanischen Kontinents merken könne, wurde aber durch amüsante „Eselsbrücken“ (z.B. Bezugspunkte der Umgebung, am Körper oder in Merkgeschichten) schnell vom Gegenteil überzeugt. Nach nur wenigen Wiederholungen konnte fast jeder im Saal alle Länder perfekt vorwärts wie auch rückwärts wiedergeben. „Diese Methode eignet sich besonders auch zum Erlernen neuer Sprachen“, so der Gedächtnistrainer. Gregor Staub belegte das z.B. mit den thailändischen Zahlen von 1 bis 10 sehr anschaulich und in höchst amüsanten Maße. Niemand wird wohl die thailändische Zahl für 55555 jemals vergessen, die einem im wahrsten Sinne des Wortes ein Lachen auf die Lippen zaubert. Er untermalte seine Ausführungen auch mit Schlüsselerlebnissen aus seinem Leben. So waren zum Beispiel sein vermeintlich am Flughafen verloren gegangenes Auto (er war mit dem Zug angereist) deutliche Anstöße für ihn, mit Bildern Assoziationen zur besseren Erinnerung zu ermöglichen. Für die Zahl 5 steht z.B. die Hand (5 Finger), für die 7 die Sieben Zwerge, für die 8 die Achterbahn oder für die 10 die Bibel (10 Gebote). Daraus entwickeln sich Geschichten, die zu ungeahnten Ergebnissen führen. Alle lernen so viel schneller unter anderem afrikanische Länder, die amerikanischen Präsidenten, Komponisten und ihre Opern, lateinische Vokabeln und vieles mehr.

Gregor Staub inmitten der Schülermenge

Staub präsentierte ebenfalls Möglichkeiten für die Anwendung der indischen Methode des Kopfrechens, der sogenannten vedischen Mathematik, die überraschend schnell und nachhaltig zum Beherrschen des Kleinen Einmaleins führt.

Alles in allem ein großartiger Tag mit vielen Denkanstößen und überaus herzlichem Applaus des überraschten und dankbaren Publikums.

Beim Lehrervortrag gab es viele gute Tipps für den Unterricht.

 

Gregor Staub zeigt vollen Körpereinsatz beim Elternvortrag am Abend.

Lernen kann Spaß machen, wenn man es wirklich will. Und getreu seinem Motto: „Es gibt nur 2 Grundfaktoren für erfolgreiches lernen: die Motivation und das T-U-N!“, möchten die teilnehmdenen Lehrerinnen und Lehrer seine Methoden in den nächsten Jahren etablieren. Der nächste Termin ist bereits fix geplant.

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